Angel

Ich bin Angel. Ich erzähle euch kurz, wie ich zu diesem Namen kam. Auch ich wurde im Februar 2014 gerettet. Davor lebte ich in einem dunklem, verdreckten, ehemaligen Schweinestall am Boden mit unzähligen Böcken. Ich hatte viele Liebhaber und noch mehr Babys. Das Leben da war nicht einfach!

Mir wurde ein Ohr abgebissen und mein eines Auge ist nicht richtig mit gewachsen und war so klein, wie das von einem Baby. Pilz und Milben waren selbstverständlich. Und die Krallen taten aufgrund ihrer Länge weh. Kahle Stellen und struppiges Fell; so sah ich aus. Ich war mal wieder trächtig und klapper dünn! Nach meiner Ankunft im neuen Zuhause wurde ich gleich untersucht und meinen neuen Menschen standen die Tränen in den Augen. Sie waren fassungslos. Trotzdem war ich von der ersten Sekunde an ihr HERZMEERI. Deshalb tauften sie mich Angel. Ich war für sie Hoffnung und Liebe zugleich. Klingt das nicht schön? Auch von diesem Moment an, versprachen sie mir, ich darf bleiben. Von da an habe ich mich super entwickelt, zwei tolle Jungs zur Welt gebracht und liebevoll groß gezogen. Es waren meine letzten Babys, die Dauerträchtigkeit hatte ein Ende. Ich wurde gepäppelt, medizinisch versorgt und gepflegt. Es ging bergauf. Doch dann bekam ich einen furchtbaren Schnupfen und einen Abszess am Kinn. Aber was soll's, kämpfen war angesagt. Ich wurde aufwendig und liebevoll umsorgt und es hat sich gelohnt. Der Abszess ging auf und verheilte super. Auch der Schnupfen verging. Das Fell wurde prächtig und ich habe gut zugenommen. Und dann, haltet euch fest, ist mein zu kleines Auge größer geworden, wie mein anderes auch. Für meine zwei Menschen stand fest, ich bin das größte Wunder! Ich genoss mein neues Leben in vollen Zügen. Es war so unendlich schön, dass mir die Sonne auf den Rücken scheint und der Duft von frischem Gras. Meine beste Freundin Curly hat mich immer begleitet. Wir hatten uns so lieb. Im Sommer 2014 habe ich mich ganz plötzlich auf die Reise gemacht. Die Regenbrücke hat mich gerufen. Meine zwei Menschen sind sehr traurig darüber, aber ich bin ihnen so unendlich dankbar, für das letzte und geilste halbe Jahr meines Lebens.

Liebe Angel, wir werden dich immer im Herzen tragen. Wir vermissen Dich unendlich!

Du warst das erste Meeri, welches wir dort rausholten, du warst der Beginn der Notstation, sie soll deinen Namen tragen. 

Curly

Guck, guck ich bin´s Curly. Ich bin nach meiner besten Freundin Angel das zweite Wunder. Mit ihr zusammen bin ich ins neue Zuhause gezogen, ich lebte auch mit ihr am Boden bei den ganzen Böcken, aber zum Glück war ich noch zu klein und zu jung zum aufnehmen und meine neuen Menschen kamen zum richtigen Zeitpunkt um uns da raus zu holen! Und nun ja, wie soll ich´s beschreiben.... Alter und körperliche Entwicklung haben nicht zusammen gepasst. Ich war klein wie eine Maus und hatte Ohren wie eine Fledermaus. Ich wog lediglich 130 gramm und war ein ganz kleines Häufchen Elend. Doch ich hatte Kampfgeist und einen Willen wie das größte Meerschweinchen der Welt. Ich kam mit den anderen Meeris in eine Gruppe und setzte mich dort super durch. Vor allem futterte ich was das Zeug hält. Es war wie Weihnachten und Ostern zusammen. Durch meinen gesegneten Appetit nahm ich langsam zu. Trotzdem war ich noch zu klein und deshalb passte ich durch die Stäbe vom Gehege durch. Das ich da durch passte, musste ich unbedingt meinen Menschen zeigen. Aber die waren davon nicht so begeistert wie ich. Sie hatten Angst um mich und deshalb kam ich zu Angel in die Mutter-Kind-Gruppe. Meine liebe Angel hat sich sofort rührend um mich gekümmert, mich geputzt und mit mir gekuschelt. Ja, ich glaube diese Liebe habe ich gebraucht, um zu wachsen. Denn von da an wurde ich größer und immer schöner. War alles super. Es wurde zwar durch fremde Menschen behauptet, "die wird eh nicht lang leben, schau sie dir doch an, die bekommt noch die Krankheiten, ist Innzucht, viel zu klein und häßlich", aber denen wollte ich es zeigen und meine zwei Menschen haben immer an mich geglaubt. Ich bin jetzt schon richtig groß geworden, ja vielleicht nicht das größte Meeri der Welt, aber ich bin super glücklich in der großen Gruppe und passe schon lange nicht mehr durch die Stäbe. Und zu meinen zwei Menschenfreunden habe ich eine ganz innige Beziehung.

Curly lebt bei mir.

Snowi

Ich bin Snowi, den Namen haben sie mir gegeben weil ich weiß bin wie der Schnee, allerdings sah ich bei meiner Rettung mit den anderen gar nicht nach weißem Fell aus, eher wie Matsch. Ich war in dem alten Schweinestall mit den ganzen anderen Himis hinten in der letzten Ecke in einem Holzstall, den meine zwei Menschen bald übersehen hätten, obwohl wir alle voller Angst waren haben wir uns dann aber doch bemerkbar gemacht, wir wollten auch mit weg! Im neuen Zuhause angekommen, wurde mir erst mal das Fell gestutzt, dann wurde ich gegen Milben/Haarlinge und Pilz behandelt, das war eine Wohltat sage ich euch, nichts mehr hat gejuckt und gepieckt, und gestunken nach Pippi und Schweinestall habe ich auch nicht mehr, herrlich! Ich durfte dann mit den anderen in der großen Gruppe leben und wurde immer runder und runder, herrje, da bewegte sich doch was in meinem Bauch. Ich sollte Babys bekommen, meine ersten, mensch ich war doch noch so jung, viel zu jung dafür! Aber ändern konnte man das auch nicht mehr und meine zwei Menschen kümmerten sich rührend um mich. Dann brachte ich zwei Babys zur Welt, ganz alleine, ging alles gut, ein Mädel die Frieda und einen Jungen den Ferdinand, ich kümmerte mich rührend um sie und zog sie auf. Die zwei wurden dann in ein super tolles Zuhause vermittelt und ich konnte jetzt richtig das Leben beginnen und in vollen Zügen genießen, ich entwickelte mich langsam aber sicher zur Fellbombe, das Fell wuchs in alle Richtungen und wurde immer mehr und mehr. Ich hatte ja großes Glück, denn die eine von meinen Rettern, mag Himis total gerne und da stand sofort fest, die wird nicht weiter vermittelt, die bleibt! Was für ein Glück! Denn viele Menschen mögen rote Augen nicht.

Snowi lebt bei mir und Ihre Tochter Frieda auch!  

Tracy

Mein Name ist Tracy. Ich wurde im Februar 2014, wie viele andere Artgenossen, aus ganz schlechter Haltung gerettet. Mein früheres Leben hing mir anfangs noch etwas in den Knochen, ich war schüchtern und ängstlich. Aber wer wäre das nicht, hat man ja zuvor nur schlechtes erlebt. Im neuen Zuhause war meine wichtigste Aufgabe, meine Babys auf die Welt zu bringen. Ich sage euch, die Menschen können ganz schön ungeduldig sein. Sie konnten es nicht erwarten und dachten auch noch ich würde platzen. Aber eines morgens waren sie da. Vier prächtige Burschen, ich war so stolz und eine ganz tolle Mama. Nur die Milch hat auf sich warten lassen. Und so haben mich meine Futterspender anfangs etwas mit der Aufzucht unterstützt. Aber nach ein paar Globuli kam die Milch. Nach der Aufzucht meiner Jungs sollte ich in ein neues Zuhause vermittelt werden. Ich traute meinen Ohren nicht! Ich soll hier weg, wo es mir hier doch so gefällt und ich mich so sicher fühle?! Ne, nicht mit mir, dachte ich. Ein Plan musste her. Und den hatte ich schneller als gedacht! Jedes mal wenn fremde Menschen mit so Transportboxen kamen um uns anzusehen, habe ich mich versteckt, nicht ein Haar hat man vor mir gesehen. Erst wenn die Fremden wieder mit Ihrem Auto weg waren, bin ich wieder raus gekommen. Raffiniert, oder? Na gott sei Dank haben meine zwei Retter, das sehr schnell kapiert, das ich hier nicht weg will. Und so durfte ich bleiben und habe mich ins Herz meiner zwei Meeriverrückten geschlichen. 

Tracy lebte von Anfang an bei meiner Freundin Martina, die mit mir im Sommer die Notstation gemacht hat, sie kann leider nur im Sommer Tiere aufnehmen, unterstützt mich aber arbeitstechnisch im Winter weiter in der Notstation bei mir. Tracy lebt nach wie vor bei Martina und wird dies auch bis zu ihrem letztem Atemzug, der noch lange auf sich warten lässt, hoffen wir!

03.03.2015

Unsere Tracy ist leider über die Regenbogenbrücke gegangen, sie hat gekämpft bis zum bitteren Ende, sie hatte mehrere Schlaganfälle, zwischendrin sah es echt so aus als würde sie es schaffen. Martina hat soviel Zeit in die Behandlung gesteckt, die ihr auch sichtlich sehr gut getan hat. Von Sonntag auf Montag Nacht hat sie aber dann extrem abgebaut und abgenommen, so das wir sie erlöst haben. Mach es gut unser Sonnenschein!!!

Clara

Hallo, ich bin Clara. Ich bin eines der vielen Meeris, die jährlich auf den sogenannten Taubenmärkten verhöckert werden. Diesen Menschen ist das Tier als Lebewesen völlig egal. Sie sind herzlos und grob und was sie nicht verkaufen auf dem Markt wird nach Verkaufsschluss einfach getötet. Beim Ausladen auf der 'Ausstellung' wurden wir in einem Karton aus der Höhe von 1,50 m einfach auf den Boden fallen gelassen, das ist NUR EIN Beispiel! Ich hatte das große Glück, dass ich aus solchen Händen befreit wurde. Zu diesem Zeitpunkt war ich hochträchtig und in einem extrem schlechten Zustand. Ich sah furchtbar aus. Kein bisschen schön. Ein spitzes Gesicht und der Rest war nur noch knochig und eingefallen. Meine Haut war extrem befallen von Milben. Deshalb sind mir großflächig die Haare ausgefallen und ich habe mich blutig gebissen. Ich konnte nicht anders, der Juckreiz war einfach furchtbar. Nach ein paar Tagen im neuen Zuhause habe ich meine Babys zur Welt gebracht. Obwohl ich selbst sehr ausgemerkelt war, habe ich die Kleinen vorbildlichst und liebevoll groß gezogen. Natürlich wurde ich von Anfang an medizinisch versorgt und ja man kann schon fast sagen gemästet. Aber ich sage euch, dass war toll. So viel futtern und alles so frisch und lecker! Auch der böde Juckreiz hat bald nachgelassen. Nach und nach sind die Haare wieder nachgewachsen und die fleischigen Wunden verheilt. Mit der Zeit habe ich auch gut zugenommen und habe mich zu einem hübschen Mädel in schwarz-weiß entwickelt. Eigentlich sollte ich weiter vermittelt werden, aber meine Menschenmama hat sich in der intensiven Zeit der Pflege, in mich total verliebt. Sie hat es nicht übers Herz gebracht, mich abzugeben. Ich lebe jetzt ein wunderschönes Leben, in Liebe und Geborgenheit. Ich stehe hier stellvertretend für alle gequälten und als minderwertige Ware der verkauften Tiere!!!!!

Clara lebte von Anfang an bei meiner Freundin Martina im Nachbardorf die mit mir die Notstation im Sommer gemeinsam gemacht hat, sie hat leider nur im Sommer die Möglichkeit die Tiere aufzunehmen, aber sie unterstützt mich arbeitstechnisch auch im Winter. Clara ist die große Liebe von Martina und lebt auch bei Ihr.

 

Es ist mit Sicherheit keine Lösung Tiere auf diesen Märkten zu kaufen, da man dieses Handeln der Verkäufer weiter unterstützt, hier müsste von Seiten der Ämter und der Politik was getan werden, aber hier werden die Augen nur verschlossen, sind ja nur Tiere um die es geht. Ich selber war noch nie auf so einem Markt und werde auch nicht gehen, weil ich das nicht verkrafte so viel Elend zu sehen und ich dann alles retten will. Nur wenn die Verkäufer spitz bekommen das man an den Tieren Intresse hat und vielleicht noch ein Herz für Tiere hat, gehen diese ganz schnell mit den Preisen in die Höhe. Clara und noch einige andere Meeris wurden uns von jemanden gebracht der dieses Treiben auch nicht ertragen hat.        


Hallo, ich heiße Milka. Oder auch Milka Schokolade, wie mich die kleine Nina immer nennt. Ich möchte euch nun meine Geschichte erzählen.

Früher wohnte ich bei Kerstin’s Freundin Dani. Mir ging es dort sehr gut, es fehlte mir an nichts. Leider wurde Dani sehr krank und konnte sich nicht mehr um mich und meine Meeri-Freunde kümmern.

Nach einiger Zeit bekam ich einen furchtbaren Milbenbefall. Durch den unerträglichen Juckreiz habe ich mir den ganzen Rücken aufgebissen. Es war schrecklich. Kerstin hat mich in diesem Zustand gesehen und mich mitgenommen. Sie selbst konnte mich zu dieser Zeit jedoch nicht behalten und pflegen, da sie sich aufopferungsvoll und intensiv um Dani kümmerte. Daher kam ich zur Martina, Kerstin´s Freundin. Als ich dort ankam, war ich in einem sehr schlechten Zustand. Der Juckreiz war grausam. Ich konnte nicht anders als mich immer und immer wieder zu beißen.

Die fleischigen Wunden wurden immer tiefer. Martina hat mich sofort medizinisch versorgt und alles getan, was sie konnte. Doch die Behandlung war anfangs sehr schwierig. Zu sehr war ich verletzt.

Jede Berührung war die Hölle. Aus lauter Verzweiflung habe ich sie auch noch ordentlich gebissen, mitten in den Ringfinger und dass kurz vor ihrer Hochzeit ;-) Mit viel Pflege und Geduld wurde es langsam nach und nach besser. Es war so eine Erleichterung. Meine Haut hat sich erholt und alles ist gut verheilt. Von Anfang an stand fest, dass ich hier bleiben darf. Für nichts auf der Welt werden meine zwei Menschen mich je wieder hergeben!


 

 

Milka ist eine Erinnerung an unsere Dani.

Dani war unsere Tierheilpraktikerin und unsere Freundin.

Dani hat den Kampf gegen ihre schwere Krankheit leider verloren. Wir danken ihr für alles, für jeden guten Rat, für jede homöopathische Behandlung und für jeden Knochen, den sie bei den Tieren zurecht gerückt hat.

Wir werden Dich nie vergessen!

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